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| (flickr.com/photos/rahego) - Die Madrider Börse - läuft die Zeit bald ab? |
Genau 14,43 Prozent ist der spanische Aktienindex IBEX 35 gestern gestiegen, nachdem er in der Woche zuvor um fast 13 Prozent eingebrochen war und sich Spekulanten schon die Hände gerieben haben -wir haben darüber berichtet.. Besonders Banktitel (die viele Staatsanleihen in ihren Portfolios haben) stiegen um bis zu 20 Prozent. Heute am 11.5.2010 fallen die Kurse in ganz Europa wieder. Die Konsolidierungen sind auch der Angst geschuldet, die europäischen Staaten würden sich nicht gegen ihre Bürger durchsetzen können und es versäumen zu sparen. Das Auf und Ab an den Märkten dürfte also erst einmal weitergehen.
EU-Rettungsschirm
Die größte Steigerung in der Geschichte der spanischen Börse ist auf den EU-Rettungsschirm zurückzuführen, der am Sonntag den 9.5.2010 von den Regierungschefs verabschiedet wurde. 750 Milliarden Euro Kredit stehen den hoch verschuldeten Staaten nun zur Rettung zur Verfügung - damit funktioniert er ähnlich wie der Bankenrettungsschirm. Die Finanziminister haben einen Gesammtkreditrahmen von 500 Milliarden Euro (und zusätzlich 250 Milliarden Euro vom IWF) beschlossen. Die EZB wird zusätzlich Staatsanleihen aufkaufen und somit die Staaten zu moderaten Zinsen stabilisieren.
Der schuldenbasierte Kapitalismus stößt offensichtlich immer mehr an seine Grenzen und wird in den nächsten Jahren nur durch eine hohe und geordnete Inflation zu retten sein - genau darauf laufen die Maßnahmen der Europäischen Union hinaus.
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