 |
| (flickr.com/photos/unav/4390196700/) - Studenten |
Das SICELE
Aufgrund dieses Mangels, wurde von den zuständigen Behörden das Internationale System für die Zertifizierung von Spanisch als Fremdsprache (SICELE) ins Leben gerufen. Dieses Netzwerk von Institutionen wie das Cervantes Institut und anderen anerkannten Sprachschulen soll die Harmonisierung, Transparenz und die gegenseitige Anerkennung der Sprachdiplome fördern. “Ein Amerikaner, der die spanische Sprachprüfung DELE erfolgreich absolvierte, konnte damit nicht in Argentinien studieren”, so der Direktor der Akademie Cervantes und SICELE-Vorstand Francisco Moreno.
Das Projekt, was sich auf EU-Standards beruft, resultiert aus dem 3. Kongress “Congreso de la Lengua de Rosario” (Argentinien) 2004, wo sich die Beteiligten aus Bildung und Wissenschaft für ein gemeinsames System einsetzten. Dieses soll aber die verschiedenen Anforderungen der spanischsprachigen Länder berücksichtigen.
Spanisch wird in Südamerika vor allem in den Universitäten gelernt
Während in Spanien gerade mal 14% der Kurse in den Universitäten stattfinden, so bedeutet das für Südamerika genau das Gegenteil. In Chile, wo seit 10-15 Jahren solche Kurse angeboten werden, sind es 80%. Jährlich studieren 3.000 Studenten an den chilenischen Universitäten Spanisch als Fremdsprache, seit 5 Jahren werden es immer mehr.
Wachsende Studentenzahlen
Da die Zahl der Studenten stetig steigt, werden auch immer mehr qualifizierte Prüfer gebraucht. Das spanische Zertifikat DELE wird jedes Jahr von 50.000 Studenten absolviert. Außerdem sollen fachspezifische Prüfungen eingeführt werden wie u.a. für den Gesundheits-, Wirtschafts- und Tourismussektor.
Das Cervantes Institut kann nicht die die ganze spanischsprachige Welt vertreten
Trotz des Erdbebens in Chile, fand der 5. Kongress der SICELE in Valparaíso statt. Es wurden die Satzungen vorgestellt, die im Juni 2011 in Guadalajara (Mexiko) ratifiziert werden.
Es gibt Stimmen, die vorschlagen, dass das Cervantes Institut zu einem panhispanischen Organ wird: “Das wird aber nicht funktionieren. Das Institut untersteht dem spanischen Außenministerium, repräsentiert also in seinen Niederlassungen Spanien und nicht die ganze spanischsprachige Welt.”, erklärt Carmen Caffarel (Direktorin des Cervantes Instituts in Valparaíso) die Problematik.
|