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| (Bearbeitung: Johannes R.) - Traurige Gesichter beim Team von souitu.es - doch den Glauben an den Online-Journalismus haben die Mitarbeiter nicht verloren. |
An Lesern mangelte es der Internetseite nicht. Zwei Millionen Nutzer hatte sie, rechnet man das zugehörigen Diskussionsforum UTOI mit ein. Das Problem war, wie bei vielen anderen Medien, der Einbruch der Anzeigen, vor allem seit Beginn der Wirtschaftskrise. Ihre Bank war am Ende nicht bereit, das Experiment weiter zu unterstützen. In einem Abschiedsbrief an seine Leser erklärt Chefredakteur Gumersindo Lafuente: “Wir konnten sie nicht überzeugen, dass die Projekte, die in noch nicht ausgereiften Sektoren geboren werden und in turbulenten Zeiten heranwachsen, Geduld brauchen, um ihren Platz einzunehmen.”
“General excellence”
Soitu.es hatte in den knapp zwei Jahren seines Bestehens in vielen Bereichen eine Vorbildfunktion übernommen. Dies hat sich auch in entsprechenden Ehrungen niedergeschlagen: Mehrere Auszeichungen der Society for News Design, eine Erwähnung im News Museum Washington sowie zwei Preise der Online News Association, den letzten erst vor knapp einem Monat für “general excellence” unter den nicht-englischsprachigen Nachrichtenseiten.
Glaube an Online-Journalismus bleibt
Das 23köpfige Team muss sich nun neue Jobs suchen, doch Lafuente gibt sich optimistisch: “Wir schauen nach vorne in der Hoffnung, dass es viel zu tun und viele gute Geschichten zu erzählen gibt. Diese werden wir weiterhin irgendwie im Netz erzählen.”
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