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| (jmiguel.rodriguez / flickr.com) - Aufgrund ihrer finanziellen Lage will die Fluggesellschaft Iberia ihr Kabinenpersonal mindestens weitere zwei Jahre auf eine Gehaltserhöhung warten lassen. |
Am Montag fielen bereits gut 200 Flüge aus, heute wird mit noch einmal so vielen Streichungen gerechnet. Dies betrifft vor allem Inlandsflüge, alle mit Abflugs- oder Zielort Madrid, so dass sich der Streik auf den Flughafen Barajas am stärksten auswirkt. Entsprechend bildeten sich gestern bereits lange Schlangen mehr oder weniger verärgerter Passagiere vor den Iberia-Schaltern im Terminal T-4.
Informationen per Internet und Telefon
Insgesamt 20.000 Reisende müssen in den zwei Streik-Tagen umbuchen oder auf ihren Flug verzichten. Flüge von der iberischen Halbinsel auf die spanischen Inseln sowie Flüge der zu Iberia gehörenden Fluglinien Vueling und Air Nostrum sind allerdings nicht betroffen. Auf iberia.es findet sich eine Liste der Ausfälle. Außerdem informiert die Fluggesellschaft betroffene Kunden per Telefon über mögliche Ausweichflüge und Kostenerstattungen, Verspätungen werden zudem auf den Infotafeln in den Abfertigungshallen angegeben.
Iberia: “Forderungen nicht vereinbar mit wirtschaftlicher Lage”
Nach Angaben der Gewerkschaften haben knapp die Hälfte der 1160 Beschäftigten, die am gestrigen Montag Dienst hatten, von ihrem Streikrecht Gebrauch gemacht. Iberia behauptet hingegen, gerade einmal 5% der Angestellten seien der Arbeit ferngeblieben. Für den 10./11.11.09 rufen die Gewerkschaften erneut zu Streiks auf.
Ein Sprecher der CTA betonte, nach 4 Jahren ohne Lohnerhöhung sei die Forderung nach 4,1% mehr Gehalt alles andere als maßlos. Die Fluggesellschaft erklärte die Ansprüche jedoch als unvereinbar mit der derzeitigen allgemeinen Wirtschaftslage und der ökonomischen Situation des Konzerns. Die finanziell angeschlagene Iberia plant, die Gehälter bis einschließlich 2011 einzufrieren, außerdem ist ein Einstellungstopp bis 2012 vorgesehen und Kabinenpersonal über 55 Jahre soll in den Vorruhestand verabschiedet werden.
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