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| (www.flickr.com - Mataparda) - In Granadilla de Abona auf der Insel Teneriffa soll ein Industriehafen errichtet werden. |
Obwohl die Immobilienkrise auch die spanischen Küsten erreicht hat und die Wohnungsverkäufe um 30% zurückgingen, hat dies den Bauvorhaben privater Investoren keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, so nehmen die Bauprojekte immer größere Ausmaße an. Investiert werde primär nicht mehr in die Urbanisierung bestimmter Küstenabschnitte und die Errichtung von Hotels, sondern in Bauten größeren Umfangs. Dazu zählen beispielsweise große Hotelanlagen oder infrastrukturelle Einrichtungen, wie Häfen, so die Leiterin von Greenpeace in Cataluña, Anna Rosa Martín. Die Krise werde nicht dazu genutzt um über ein anderes Tourismusmodell nachzudenken.
Auch Naturschutzgebiete betroffen
Besonders bedenklich stimmt, dass auch geschützte Küstenabschnitte von Bebauungen nicht ausgenommen werden. Von den 233 Stränden die Greenpeace untersuchte und weiteren Küstenabschnitten, die unter Naturschutz stehen, sind mehr als die Hälfte bedroht. In diesen sind mehr als 28.497 Wohnanlagen, sechs Häfen und ein Hotel geplant. In einem der Gebiete ist sogar die Errichtung eines Industriegebiets vorgesehen.
Ökonomische Interessen haben Vorrang
Greenpeace zufolge existieren die geschützten Zonen nur auf dem Papier und solange sie mit ökonomischen Interessen vereinbar sind. Sobald sie lukrativen Bauvorhaben im Wege stehen, werden Umweltschutzbestimmungen zweitrangig. Als Beispiel nennt Greenpeace das Ökoystem der Meeresalgen im Süden von Teneriffa, welches durch den Bau eines Industriehafens bedroht wurde. Als Konsequenz wurde dieses von den Umweltschutzbestimmungen ausgenommen. Der Fall liegt nun beim obersten Gerichtshof der kanarischen Inseln, der die Bauten vorläufig aussetzte.
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