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| (es.wikipedia.org/wiki/) - Gerhard Richter im Jahr 2005 |
Gerhard Richter wird 1932 in Dresden geboren. Seine Eltern sind Teil des
städtischen Bürgertums und fördern seine künstlerischen Ambitionen. Kurz vor der Errichtung der Berliner Mauer gelingt ihm die Flucht nach Westdeutschland, wo er von 1961 bis 1964 an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf studiert.
Neuanfang in Westdeutschland
Zusammen mit Sigmar Polke und Konrad Fischer-Lueg gründet er die Künstlergruppe “Kapitalistische Realisten”, die Motive aus den Massenmedien verarbeiten. Seine erste Aussstellung findet 1963 in Düsseldorf statt, 1967 erhält er seinen ersten Kunstpreis. Zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen folgen in den darauffolgenden Jahren.
1972 vertritt Richter Deutschland auf der Kunstbiennale in Venedig, im gleichen Jahr nimmt er zum ersten Mal an der Documenta in Kassel teil. Danach folgen Ausstellungen in den USA und Kanada, die vom Publikum begeistert aufgenommen werden. Seit den frühen 1980er Jahren lebt Gerhard Richter in Köln, wo er seit 2007 Ehrenbürger ist.
Auf keinen Stil festschreibbar
Richters Arbeiten wurden von der Kritik höchst kontrovers diskutiert. Vor allem seine Weigerung sich einem bestimmten künstlerischen Stil oder Disziplin zu verschreiben und seine vielfältigen Werke waren immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen. So finden sich figurative neben abstrakten Arbeiten, Bilder in Grautönen neben bunten “zufällig zusammengewürfelten” Farbkompositionen.
Herausragend dabei sind seine übermalten Fotografien, mit denen er Fotografie und Malerei zusammenbringt. Die mit Acryl- oder Ölfarben übermalten Fotos sind Aufnahmen von Alltagssituationen, Reisen oder persönlichen Erlebnissen. Über 300 dieser Fotos in Kleinformat, die er seit 1989 be- und übermalte sind nun in der Fundación Telefonica (Gran Vía 28) zu sehen, wo nicht nur die Vielfalt an Techniken, sondern auch seine künstlerische Entwicklung deutlich werden. Die Ausstellung ist noch bis 30. August zu sehen.
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