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| (flickr/TranceMist) - Namensgeber des Erasmus-Programms ist der Humanist Erasmus von Rotterdam |
Wer nun aber glaubt, das große Geld zu machen, der sollte seine Erwartungen etwas herunterschrauben. Die Förderung unterscheidet sich von Uni zu Uni und beträgt maximal 300,- € bei Auslandssemestern und 400,- € bei Auslandspraktika (Stand März 2009). Man darf eben nicht vergessen, dass es sich „nur“ um einen Zuschuss handelt und man damit nicht seinen kompletten Aufenthalt im Ausland finanzieren kann. Man sollte sich also schon vorher einiges ansparen – schließlich will man ja auch etwas erleben, wenn man in einem fremden Land unterwegs ist.
Meiner Meinung nach erleichtert die Erasmus-Förderung einem die Wahl, Deutschland für einen gewissen Zeitraum den Rücken zuzukehren, jedoch erheblich. Neben dem Zuschuss werden den Studenten die Gebühren an der Gasthochschule erlassen (was in manchen Ländern schon mal etwas teurer werden kann) und im Regelfall bekommt man einen Semester begleitenden Sprachkurs dazu. Natürlich hängt es auch von seinem Zielort ab, wie teuer es wird. Klar, dass ein Semester in Huelva (Spanien, Andalusien, Atlantikküste) nicht mit den Preisen in Madrid (Erklärung überflüssig) mithalten kann. Gerade was die Mieten in Spaniens Hauptstadt angeht, setzt sich so mancher auf den Hosenboden, wenn er die Anzeigen durchsucht. Abends im Club 12,- € für eine Copa hinzulegen, ist auch nichts Ungewöhnliches. Und dann möchte man ja nicht nur in der jeweiligen Stadt bleiben, sondern auch ein bisschen was von der Umgebung und anderen Orten mitbekommen. Und am Ende bitteschön noch eine kleine Rundreise zum Abschluss – wo man doch schon mal da ist.
Trotzdem lohnt sich der finanzielle Mehraufwand (der sich bei mir letztendlich nur auf den Flug und die Ausflüge beschränkt hat). Und ich höre immer wieder: Ich würde es jederzeit wieder machen! Das war auch mein Resümee am Ende meiner Zeit in Spanien.
Für alle, die an einem Auslandsaufenthalt interessiert sind, bietet der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) auf seiner Internetseite Informationen zu Erasmus und den übrigen Programmen an. Die genaueren Voraussetzungen und Bedingungen erfragt man jedoch am besten gleich bei dem Auslandsbüro seiner Hochschule. Und jeder, der jetzt denkt, dass Unmengen an Papierkram auf einen zukommt, dem sei gesagt: Ja, ein paar Dokumente müssen schon ausgefüllt werden und für manche ist es vielleicht etwas kompliziert, sich in einer Sprache, die man kaum kennt, seine Seminare an der Gasthochschule auszusuchen, aber lasst euch davor nicht abschrecken. Im Endeffekt ist es wirklich ein kleiner Aufwand, der mit meist unvergesslichen Erlebnissen belohnt wird.
Wenn ihr selbst bereits einen Auslandsaufenthalt mit Erasmus oder einem anderem Programm gemacht habt, dann könnt ihr über die Funktion Kommentar hinzufügen, eure Erfahrungen mit anderen Lesern teilen.
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