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| (flickr.com/Waqas Ahmed) - Flamenco-Show im Casa Patas |
Wer einmal bei einem Flamenco-Fest dabeisein möchte, kann entweder zu einem der öffentlichen Auftritte in den Bars der Stadt gehen oder hat das Glück zu den Eingeweihten zu gehören, die an einer privaten Feier im Hinterzimmer einer Flamenco-Bar teilnehmen. Auch auf den Straßen geben einige Künstler ihr Können das eine oder andere Mal zum Besten. Entweder, um Touristen zu unterhalten und Geld zu verdienen oder eben aus einer Laune heraus.
Am authentischten ist in jedem Fall eine spontan im Hinterzimmer stattfindende Feier, welche die ganze Nacht durchgeht, 24 Stunden oder noch länger andauert. Die Flamencos (Zigeuner) brachten in ihren Liedern ursprünglich ihre Gefühle und Stimmung zum Ausdruck, was den meist traurigen Unterton erklärt, wenn sie von ihrer Unterdrückung und Vertreibung sangen. Im traditionellen Sinne folgt der Verlauf einer Flamenco-Darbietung einer bestimmten Dramaturgie. Angefangen mit ruhigen, fröhlichen Melodien steigern sich die Stücke allmählich und werden melancholischer, bis sie schließlich in Raserei enden. Flamenco ist in jedem Fall mit viel Emotionen verbunden und so kann es sein, dass manch einer seine Darbietung abrupt abbricht, weil er nicht in der Stimmung ist.
Öffentliche Auftritte haben dahingegen einen etwas anderen Charakter. Der Fokus liegt hierbei auf dem Bühnenereignis und die Einbindung der Zuschauer, welche normalerweise mit Klatschen und Zurufen die Künstler anfeuern, bleibt aus. Stattdessen übernimmt ein sogenannter "Palmero" diese Funktion und tritt in das Wechselspiel mit den Künstlern. Auch ist der Ablauf vorher geplant und man folgt einer bestimmten Reihenfolge, wie eine Band auf einem Konzert einer Playlist. Dadurch geht etwas vom Wesentlichen des Flamencos verloren, nämlich die Wahrhaftigkeit, das Emotionale und die Spontaneität.
Wer in Madrid einmal eine Darbietung erleben möchte, der kann dies in folgenen Bars und Restaurants tun:
Casa Patas
Sehr bekanntes Restaurant mit Flamenco-Shows an sechs Abenden die Woche. Viele Touristen kommen hierher, da das Casa Patas für seine Flamenco-Abende berühmt ist. Die Karten kosten ca. 25,- € und sollten ein paar Tage im Voraus reserviert werden. Im Preis ist kein Essen mit eingerechnet und im Restaurant ziemlich teuer. Von daher bietet es sich an, vorher in einer Tapas-Bar vorbeizuschauen.
Mo.- Do. 22:30 h, Fr./Sa. 21 h und 24 h | c/Cañizares 10 | Metro: Antón Martín (Linie 1) | T. 913 690 496, www.casapatas.com
Candela
In dieser rustikalen Bar in der Nähe von Casa Patas sind für gewöhnlich keine Flamenco-Auftritte geplant, jedoch wird man im Untergeschoss des Hauses mit ein bisschen Glück Zeuge einer spontanen Darbietung der Flamenco-Künstler, die hier regelmäßig einkehren. Dafür ist der Eintritt frei.
Tgl. 23 – 5:30 h | c/ del Olmo 2 | Metro: Antón Martín (Linie 1)
A la Gorra
Diese kleine und sehr gemütliche Bar in Lavapiés ist zwar nicht für ihre Flamenco-Shows bekannt, aber es lohnt sich am Tresen nach möglichen Vorstellungen der aktuellen Woche zu fragen. Die Bedienung überaus nett, Gäste zwischen 20 und 35 Jahren und die Getränke günstig (Bier, Wein, Cola je 2,oo €).
Tgl. 17:30 – 1:00 h | c/Santa Isabel 38 | Metro: Antón Martin (Linie 1)
La Soleá
Auch hier spontane Einlagen von Flamenco-Gruppen an Freitagen und Samstagen um Mitternacht. Anschließend spendet jeder soviel, wie er will. Die Kneipe gehört zu den bekanntesten Flamenco-Bars der Stadt und zieht immer viele Touristen an. Wein, Bier um die 2,5o €, Longdrinks 6,oo €. Kein Eintritt.
Tgl. 20:30 – 4:00 h | Cava Baja 34 | Metro: La Latina (Linie 5)
Mehr Informationen über Flamenco und seine Bedeutung erhaltet ihr hier
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