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| (Flickr/Petezin) - Die Fenster des Ferrovial-Gebäudes zerbersten, verursacht durch die Detonation der Bombe. Der Konzern beteiligit sich am Bau des Höchstgeschwindigkeitszuges, der durch das Baskenland führen wird. |
Der starke Aufschlag der Explosion war im gesamten Gebiet zu hören, als die Bombe um 9.00 Uhr hochging. Das Rote Kreuz hatte um ca. 7.30 Uhr einen anonymen Anruf von der ETA erhalten, in dem die Uhrzeit des geplanten Anschlags bekannt gegeben worden war. Nachdem die Polizei verständigt war, sperrte diese das gesamte Gebiet Campo de las Naciones ab. Es kam zu Staus und Verzögerungen. Mehr als 400 Angestellte der Baufirma Ferrovial, sowie aller weiteren im Gebäude liegenden Firmen, waren ab 8.30 Uhr gebeten worden, der Arbeit fern zu bleiben. Mitarbeiter, die sich bereits im Gebäude befanden, wurden evakuiert. Zuvor war die Metrolinie ab der Station Nuevos Ministerios gesperrt worden.
Wahllisten von nationalistischen Parteien nachts zuvor annuliert worden
Der Anschlag folgt unmittelbar auf eine nachts zuvor gefällte Entscheidung des Bundesgerichtshofes. Nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass die Askatasuna Partei und die Gruppierung der D3M (Democracia 3 Millones) mit der ETA in Verbindung stehen, waren sämtliche Wahllisten annuliert worden. Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes ist die Teilnahme an den regionalen Wahlen im Baskenland am 3. März 2009 nun ausgeschlossen. Der verübte Anschlag scheint eine direkte Antwort der ETA auf das Urteil zu sein.
Erster Anschlag seit zwei Jahren
Das Industriegebiet in Barajas, nahe der Metro Station Campo de las Naciones, ist wenig bevölkert und ermöglichte den Attentätern ein schnelles Entkommen. Bereits vier Jahre zuvor, am 9. Februar 2005, hatte die ETA einen Anschlag im selben Gebiet verübt. Damals gab es zahlreiche Verletzte und schwerwiegende Brandschäden. Daraufhin war im Jahre 2007 eine weitere Autobombe der ETA in Madrid hochgegangen. Die Regierung drückte nach dem heutigen Anschlag ihre Verbundenheit und Unterstützung für die betroffenen Firmen und deren Angestellte aus und bat gleichzeitig um uneingeschränkte Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus.
El Pais
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