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| (Quelle: Schuster) - Touristen vor dem Palacio Real in Madrid |
Immer noch mehr als 38 Prozent der Deutschen haben im ersten Halbjahr 2008 eine Reise unternommen. Das entspricht einem Wachstum von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das haben sich die deutschen Urlauber mehr als 22 Milliarden Euro kosten lassen.
Top- Urlauber: Singles und ältere Menschen
Zu den Reisefreudigsten zählten im vergangenen Halbjahr Singles und ältere Menschen. Der Marktanteil der Single-Reiseangebote ist um fast acht Prozent gestiegen. Die 50- bis 64-jährigen machen traditionell einen Anteil von 22 Prozent aus, legten im letzten Halbjahr allerdings nochmals um fast fünf Prozent zu. Am rückläufigsten war allerdings das Geschäft mit Familienreisen. Besonders Eltern mit mindestens zwei Kindern haben im Untersuchungszeitraum auf Reisen verzichtet. Vor allem die Inflation und die gestiegenen Energiepreise halten vom Reisen ab. Die durchschnittlichen Ausgaben erhöhten sich von 499 Euro auf 507 Euro pro Kurzurlaub.
Türkei und Ägypten statt Spanien
Von der deutschen Reiselust haben besonders die Skiregionen in der Schweiz, Österreich und Frankreich profitiert, zumal Kurztrips, zwischen einem und vier Tagen, immer beliebter werden. Das brachte den Ländern Österreich und Frankreich ein Plus von sieben Prozent an deutschen Wintertouristen. Zu den Top-Adressen am Mittelmeer zählen die Türkei und Ägypten. Das geht vor allem auf Kosten von Ländern wie Spanien, Portugal, Marokko und Tunesien.
Inlandsreisen werden attraktiver
Erstmals seit langem hat sich die Nachfrage nach Inlandsreisen der Deutschen positiv entwickelt. Ein Plus von 200.000 Reisen konnte verzeichnet werden. Zu den Gewinnern im Inland zählen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Allerdings wurde weniger Geld für Mietwägen und zusätzliche Ausflüge vor Ort ausgegeben. Nur auf Wellness- und Sportangebote wollten die Deutschen weiterhin nicht verzichten.
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