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Schmutzige Wäsche zu waschen gehört in Zeiten des Wahlkampfes zur politischen Tagesordnung. In Spanien finden am Sonntag dem 27. Mai 2007 in 13 von 17 Comunidades Autónomas (zu vergleichen mit den deutschen Bundesländern) Kommunalwahlen statt. An diesem Tage werden die Bürger aus über 8100 Gemeinden des Landes an die Urnen gebeten. Momentan regiert in Madrid die konservative Partei "Partido Popular" (PP). In den letzten Wahlen der Comunidad Madrid gewann sie 57 von den 111 Sitzen des Regionalparlamentes. 45 Sitze gingen an die sozialistische Partei PSOE und 9 an die Linkspartei Izquierda Unida. Somit hat die Regierungspartei PP zur Zeit die absolute Mehrheit inne.
Verbale Attacken
Mit dem Näherrücken des Wahltages werden nun die angeschlagenen Töne härter. Auf einer Aktionärsversammlung der Mediengruppe "Prisa", zu der unter andern auch die Tageszeitung "El Pais" gehört, fand der Vorstandsvorsitzende Jesús de Polanco deutliche Worte. Eine von der PP initiierte Demonstration gegen die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero nannte er "puren und harten Frankismus". Die PP reagierte darauf mit einem Boykottaufruf gegen alle Medien der Prisa-Gruppe. Der Großteil der spanischen Presse, inklusive der konkurrierenden Mediengruppe "Vocento", bekundete ihre Solidarität mit den Prisa-Journalisten. Die Informationsfreiheit der Bürger sei höher zu bewerten als die persönliche Meinung eines Mitgliedes des Prisa-Vorstandes.
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